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Schloss Kronborg
Schloss Kronborg ist ein Festungsbau aus der Renaissance, der sich direkt am Öresund erhebt. Die Meerenge in der Ostsee trennt Dänemark von Schweden und das Schloss steht an der schmalsten Stelle. Schloss Kronburg wurde im Jahr 2000 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.
Von der Zollfestung zum Renaissanceschloss
Die Geschichte von Schloss Kronborg reicht zurück bis in das frühe 15. Jahrhundert. Erich von Pommern ließ an der schmalsten Stelle des Öresunds eine Festung errichten, die einem einzigen Zweck diente: Die Eintreibung des Sundzolls. Über Jahrhunderte war der Sundzoll eine der wichtigsten Einnahmequellen für die dänische Krone. Er wurde im Jahr 1426 eingeführt und von Schiffen eingetrieben, die den Öresund passieren wollten. Die in der Nähe der Festung liegende Stadt Helsingør profitierte überproportional von den Einnahmen und gelangt im Spätmittelalter zu Reichtum.
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ließ König Friedrich II. die mittelalterliche Festung zu einem Renaissanceschloss ausbauen. Zeitgleich wurde die Burg umgetauft und trug fortan den Namen Kronborg. Die Einnahmen aus dem Sundzoll wurden in eine pompöse Ausstattung des Renaissanceschlosses investiert. Das Gebäude erhielt ein Kupferdach und Sandsteinornamente. Zeitweise war Schloss Kronborg königliche Residenz.
Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Schloss zu einer wehrhaften Festung ausgebaut, ohne dass die Bausubstanz verändert wurde. An der Landseite wurden Wälle zur Verteidigung aufgeschüttet und es kamen Basteien und Geschützstellungen hinzu. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Anlage ausschließlich militärisch genutzt. Damit war in der Mitte des 19. Jahrhunderts Schluss, als der Sundzoll aufgehoben wurde und die Anlage ihre Bedeutung verlor.
Video: Hamlet's Kronborg Castle
Schloss Kronborg: Schauplatz für Shakespeare's Hamlet
Die Tragödie „Hamlet“ zählt zu den Meisterwerken des britischen Schriftstellers William Shakespeare. Die Handlung siedelte er im Schloss Kronburg bei Helsingør an, das im Englischen als Elsinore bezeichnet wird. Den Beinamen „Hamlet's Castle“ verdankt das Schloss der Rolle in einem berühmten Werk der Weltliteratur. Ob Shakespeare jemals Schloss Kronborg besuchte oder ob er lediglich Beschreibungen der Anlage für sein literarisches Schaffen nutzte, ist bis heute nicht geklärt.
Anlässlich des 200. Todestages von Shakespeare wurde das Stück Hamlet erstmalig auf Schloss Kronborg aufgeführt. Als Schauspieler fungierten Soldaten der dort stationierten Garnison. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten fanden immer wieder Hamlet-Inszenierungen hinter den alten Mauern statt. Teilweise waren die Aufführungen hochkarätig besetzt. So verkörperten in den 1930er Jahren Schauspieler wie Gustaf Gründgens und Marianne Hoppe die Hauptfiguren. Im Jahr 2009 war es schließlich Schauspieler Jude Law, der die Hauptrolle des Hamlet spielte. Er war erlangte mit Filmen wie „Der talentierte Mr. Ripley“, „Road to Perdition“ und „Unterwegs nach Cold Mountain“ Weltruhm.
Schloss Kronborg und die Legende von Holger Danske
Jedes Kind in Dänemark kennt den Nationalhelden Holger Danske, der in den Kasematten unter dem Schloss Kronborg ruht und erst dann erwacht, wenn den Dänen große Gefahr droht. Holger Danske (Holger der Däne) ist ein Mythos, der erstmalig im Rolandslied aus dem 11. Jahrhundert auftaucht. In Skandinavien wurde der Krieger im Jahr 1510 bekannt. Der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen widmete Holger Danske ein Märchen mit gleichlautendem Titel. Der Legende nach ist Holger Danske ein unbesiegbarer Krieger, der nach endlosen Schlachten in seine Heimat zurückkehrt und in einen tiefen Schlaf fällt. Sollte Dänemark von Feinden bedroht werden, so die Überlieferung, erwacht der Recke und zieht für sein Land in den Kampf. In den Kasematten von Schloss Kronborg steht eine Gipsstatue des dänischen Nationalhelden, die Hans Pedersen-Dan im Jahr 1906 anfertigte. Die Figur stellt Holger Danske im Sitzen schlafend auf einem Thron dar.
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